mailampel
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Häufige Fragen

Wie mailampel arbeitet, was die Bewertung bedeutet und wo die Grenzen liegen. Wir sagen bewusst auch, was das Werkzeug nicht kann — ein Prüfbericht ist nur so viel wert, wie man ihm trauen kann.

Wie wird geprüft?

mailampel liest ausschließlich Angaben aus, die ohnehin öffentlich im DNS stehen — dort, wo jeder Mailserver der Welt nachschlägt, bevor er Ihnen etwas zustellt. Es wird keine Mail verschickt, nichts an Ihre Systeme geschickt und kein Zugang benötigt.

Die Abfragen laufen über DNS-over-HTTPS gegen Cloudflare, ersatzweise gegen Google Public DNS. Immer derselbe Weg, damit das Ergebnis reproduzierbar ist. Eine einzige Ausnahme: Ist MTA-STS eingerichtet, ruft unser Server die dort öffentlich hinterlegte Richtliniendatei per HTTPS ab.

PrüfungWas abgefragt wirdWorauf wir schauen
DMARCTXT auf _dmarc.ihre-domainRichtlinie (none / quarantine / reject), Berichtsadresse, Teildurchsetzung, Subdomain-Regel — und ob eine fremde Berichtsadresse die nötige Freigabe hat
SPFTXT auf der Domain selbstAbschluss (-all / ~all / ?all / +all), Anzahl der Einträge, und die Zahl der ausgelösten DNS-Abfragen — rekursiv über alle include hinweg
DKIMTXT auf <selektor>._domainkey.ihre-domainÜber 25 gängige Selektoren, ergänzt um die Ihres erkannten Mailanbieters. Schlüssellänge und ob ein Schlüssel widerrufen wurde
MXMX der DomainWer Ihre Mail annimmt. Daraus leiten wir ab, welche DKIM-Selektoren sich zuerst lohnen
MTA-STSTXT auf _mta-sts.ihre-domain plus die RichtliniendateiOb der Modus erzwingt oder nur testet — und ob die Datei erreichbar ist und zu Ihren MX-Einträgen passt
TLS-RPTTXT auf _smtp._tls.ihre-domainOb und wohin Berichte über die Verschlüsselung gehen
DNSSECDS-Eintrag bei der übergeordneten ZoneOb die Zone signiert ist und die Signatur beim Abruf bestätigt wurde
BIMITXT auf default._bimi.ihre-domainNur wenn DMARC bereits durchgesetzt ist — sonst ignorieren ohnehin alle Anbieter den Eintrag

Was die Bewertung bedeutet

Die fünf Kategorien

Fehler

Etwas ist kaputt oder fehlt, und es wirkt sich real aus — Ihre Mail kommt schlechter an, oder Fremde können in Ihrem Namen schreiben. Diese Punkte zuerst.

Warnung

Es funktioniert, ist aber schwach oder knapp. Typisch: DMARC steht auf p=none und beobachtet nur, statt zu schützen.

Empfehlung

Nichts ist kaputt, aber es gibt etwas zu gewinnen. Sie finden dort immer einen konkreten DNS-Eintrag oder eine Anleitung — sonst wäre es ein Hinweis.

in Ordnung

Der Punkt ist sauber eingerichtet.

Hinweis

Reine Auskunft. Entweder gibt es nichts zu tun, oder wir können es von außen nicht feststellen.

Der Wert von 0 bis 100

Der Wert ist gewichtet, nicht gezählt. Es fließen nur die drei Prüfungen ein, die über Zustellbarkeit und Fälschungsschutz entscheiden:

  • DMARC4

    Entscheidet, was mit gefälschter Mail passiert

  • SPF3

    Entscheidet, wer überhaupt senden darf

  • DKIM2

    Trägt, wenn SPF bricht — aber nur, wenn wir wirklich einen Schlüssel gefunden haben

  • MX, MTA-STS, TLS-RPT, DNSSEC, BIMI0

    Kür. Zieht die Note nicht herunter

Was 100 von 100 nicht heißt: dass Ihre Mail sicher ist. Es heißt, dass die geprüften öffentlichen Einträge stimmen. Über Ihre Postfächer, Passwörter, den Virenschutz oder die tatsächliche Verschlüsselung Ihrer Verbindungen sagt der Wert nichts.

Wo die Grenzen liegen

„Kein DKIM gefunden“ heißt nicht „kein DKIM“

DKIM-Schlüssel liegen unter einem frei wählbaren Namen, dem Selektor. Von außen lassen sich Selektoren nicht auflisten — man kann nur raten. Wir probieren die gängigen durch.

Findet sich keiner, sagen wir das als Hinweis, nicht als Fehler: Wir wissen es schlicht nicht, und eine Abwertung wäre eine Behauptung, die wir nicht belegen können. Sicherheit bringt nur ein Blick in eine echte Mail von Ihnen — im Kopf der Nachricht steht in der Zeile DKIM-Signature der Eintrag s=, das ist Ihr Selektor.

Keine Live-Verbindung zu Ihrem Mailserver

Ob Ihr Server eingehende Verbindungen tatsächlich verschlüsselt annimmt und ob sein Zertifikat gültig ist, prüfen wir derzeit nicht. Das bräuchte eine echte SMTP-Verbindung auf Port 25, und die ist von der Plattform aus, auf der mailampel läuft, nicht möglich. Es ist für eine spätere Version vorgesehen.

Der Bericht ist eine Momentaufnahme

DNS-Antworten werden zwischengespeichert. Nach einer Änderung dauert es je nach TTL Ihrer Zone Minuten bis Stunden, bis alle Server weltweit den neuen Stand sehen. Unser Bericht zeigt, was der Resolver in diesem Moment ausliefert.

Einzelne Fragen

Wie lange dauert es, bis eine Änderung hier auftaucht?

Meist zwischen fünf Minuten und einer Stunde, abhängig von der TTL Ihrer DNS-Einträge. Bei ganz frisch angelegten Domains kann es länger dauern. Einfach später noch einmal prüfen.

Alles grün, und meine Mail landet trotzdem im Spam. Wie kann das sein?

Weil SPF, DKIM und DMARC nur die Frage beantworten, ob eine Mail echt ist — nicht, ob sie erwünscht ist.

Über die Zustellung entscheiden zusätzlich der Ruf Ihrer sendenden IP-Adresse, das Verhalten Ihrer Empfänger, der Inhalt und ob Sie auf einer Sperrliste stehen. Saubere Einträge sind die Eintrittskarte, keine Garantie.

Darf ich damit fremde Domains prüfen?

Ja. Es werden nur öffentliche DNS-Einträge gelesen — dieselben, die jeder Mailserver ohnehin abfragt. Das ist kein Eingriff und kein Zugriffsversuch.

Nützlich etwa, um vor einer Zusammenarbeit zu sehen, wie es beim Gegenüber aussieht.

Speichert ihr, was ich prüfe?

Nein. Es gibt keine Datenbank, keine Verlaufsliste und keine Auswertung. Nach dem Erstellen des Berichts ist die Eingabe nicht mehr vorhanden.

Einzelheiten stehen im Datenschutz.

Kann ich das Ergebnis weitergeben?

Ja, auf drei Wegen: als PDF über den Druckdialog, als Textdatei zum Anhängen — oder Sie schicken einfach die Adresse aus Ihrer Adresszeile weiter. Sie enthält nach der Prüfung die Domain, und wer sie öffnet, sieht denselben Bericht.

Was kostet das?

Nichts. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keine Bezahlschranke. Wir verdienen daran, dass manche Nutzer uns bitten, die gefundenen Punkte für sie zu beheben — mehr steckt nicht dahinter.

Was hat es mit dem KI-Prompt auf sich?

Viele lassen sich die Umsetzung heute von einem Sprachmodell erklären und bekommen allgemeine Antworten, weil sie weder ihren Befund noch ihre Umgebung mitliefern. Der erzeugte Auftrag enthält beides, samt der Anweisung, die DNS-Werte aus dem Bericht unverändert zu übernehmen statt eigene zu erfinden.

Zwei Dinge dazu: Geben Sie keine Passwörter oder Schlüssel in ein KI-Werkzeug, und prüfen Sie jeden vorgeschlagenen DNS-Eintrag gegen die Werte in diesem Bericht, bevor Sie ihn setzen. Sprachmodelle erfinden solche Werte gelegentlich sehr überzeugend.

Fehler gefunden? Etwas falsch bewertet?

Dann schreiben Sie uns bitte — solche Meldungen sind das Wertvollste, was wir bekommen können: mailampel@mani-it.at

Hilfreich für uns:

  • Die geprüfte Domain und ungefähr wann Sie geprüft haben
  • Was das Werkzeug gemeldet hat und was Sie stattdessen erwartet hätten
  • Am besten der Bericht als Textdatei — der Knopf dafür steht direkt unter dem Ergebnis

Wenn Sie möchten, dass jemand die gefundenen Punkte für Sie behebt, geht das an office@mani-it.at oder telefonisch an +43 2742 26657.

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