SPF-Eintrag erstellen: Schritt für Schritt
So erstellen Sie den SPF-Eintrag für Ihre Domain richtig: Dienste sammeln, Eintrag bauen, im DNS setzen, prüfen. Mit Beispielen für Microsoft 365 und Google.
SPF (Sender Policy Framework) ist eine Liste der Server, die im Namen Ihrer Domain E-Mails versenden dürfen. Sie steht als TXT-Eintrag im DNS Ihrer Domain, und empfangende Mailserver schlagen sie bei jeder eingehenden Mail nach. Fehlt der Eintrag oder ist er falsch, landet Ihre Post schneller im Spam — und Fremde können leichter in Ihrem Namen schreiben.
Schritt 1: Alle Versanddienste sammeln
Der häufigste SPF-Fehler ist kein Tippfehler, sondern ein vergessener Dienst. Sammeln Sie ALLES, was in Ihrem Namen sendet: den Mailanbieter selbst, das Newsletter-Werkzeug, den Shop, das Rechnungsprogramm, das CRM, das Kontaktformular der Website, Monitoring-Systeme. Jeder Dienst, der fehlt, bekommt später Zustellprobleme.
- Mailanbieter (Microsoft 365, Google Workspace, Proton, World4You …)
- Newsletter (Mailchimp, Brevo, CleverReach …)
- Shop und Buchhaltung (Shopify, sevdesk …)
- Website-Formulare (oft sendet der Webhoster)
Schritt 2: Den Eintrag bauen
Ein SPF-Eintrag beginnt immer mit v=spf1, dann folgen die erlaubten Absender (meist als include des jeweiligen Dienstes), und am Ende steht die Regel für alle anderen. Für Microsoft 365 sieht das so aus:
beispiel.atv=spf1 include:spf.protection.outlook.com -allMehrere Dienste kommen in DENSELBEN Eintrag, nie in einen zweiten: Zwei SPF-Einträge auf einer Domain sind laut Standard ein dauerhafter Fehler, und viele Empfänger werten die Prüfung dann gar nicht mehr aus.
beispiel.atv=spf1 include:spf.protection.outlook.com include:servers.mcsv.net -all~all oder -all?
Das Ende des Eintrags sagt, was mit nicht gelisteten Absendern passieren soll: ~all (softfail) heißt „vermutlich nicht echt, aber sei nachsichtig“, -all (fail) heißt „lehne ab“. Zum Einstieg, solange Sie nicht sicher sind, alle Dienste erfasst zu haben, ist ~all der gefahrlose Start. Das Ziel ist -all — aber erst, nachdem einige Wochen keine legitime Mail mehr aus unerwarteter Quelle aufgetaucht ist.
Schritt 3: Im DNS setzen und prüfen
Der Eintrag kommt als TXT-Eintrag auf die Domain selbst (bei den meisten DNS-Masken heißt das Feld „Name“ oder „Host“ und bleibt leer oder trägt ein @). Nach dem Speichern dauert es je nach TTL einige Minuten bis Stunden, bis alle Server den neuen Stand sehen. Prüfen Sie danach nicht von Hand, sondern mit einem Werkzeug — es sieht auch die Fehler, die im Editor unsichtbar sind: doppelte Einträge, kaputte includes, das Lookup-Limit.
Häufige Fragen
Reicht SPF allein aus?
Nein. SPF prüft nur den technischen Absender-Server, nicht die sichtbare Absenderadresse — und es zerbricht bei Weiterleitungen. Erst zusammen mit DKIM und DMARC entsteht echter Schutz vor gefälschten Absendern.
Was passiert bei zwei SPF-Einträgen auf einer Domain?
Das ist laut RFC 7208 ein dauerhafter Fehler (permerror). Viele Empfänger behandeln die Domain dann, als hätte sie gar kein SPF. Alle Dienste gehören in einen einzigen Eintrag.
Brauchen Domains, die gar nicht mailen, auch SPF?
Ja — gerade die. Ein Eintrag v=spf1 -all sagt allen Empfängern: Diese Domain versendet nie. Ohne ihn sind ungenutzte Domains das leichteste Ziel für Absender-Fälschung.