Eigene Domain bei Proton Mail: SPF, DKIM und DMARC Schritt für Schritt
Proton Mail mit eigener Domain: der Assistent unter Einstellungen → Domain-Namen, die fünf Schritte (Verifizieren, Adressen, MX, SPF, DKIM/DMARC), der SPF-Include _spf.protonmail.ch, die drei DKIM-CNAMEs und Protons DMARC-Empfehlung — aus eigenem Betrieb erprobt.
Bei Proton Mail führt ein Assistent durch die eigene Domain: in den Einstellungen → Alle Einstellungen → Domain-Namen → „Domain hinzufügen“. Er fragt nacheinander Verifizierung, Adressen, MX, SPF, DKIM und DMARC ab und zeigt zu jedem Schritt die exakten DNS-Einträge, die Sie beim DNS-Anbieter Ihrer Domain (z. B. World4You) anlegen. Später erreichen Sie dieselben Werte über den Knopf „Überprüfen“ neben der Domain mit je einem Reiter für SPF, DKIM und DMARC. Diese Einrichtung betreiben wir für mailampel.com selbst — die Werte unten sind an unserer eigenen Domain geprüft.
Schritt 1: Domain hinzufügen und verifizieren
- Einstellungen → Alle Einstellungen → Domain-Namen → „Domain hinzufügen“, Domainnamen eingeben.
- Verifizieren: den angezeigten TXT-Eintrag (protonmail-verification=…) auf der Domain anlegen und im Assistenten prüfen lassen.
- Adressen anlegen: mindestens eine Adresse mit der neuen Domain einem Benutzer zuordnen.
- MX: die beiden MX-Einträge aus dem Assistenten setzen — Protons Einträge müssen die niedrigsten Prioritätswerte haben, alte MX-Einträge des Vorgängers entfernen.
Schritt 2: SPF
Proton verlangt, den Include in einen einzigen SPF-Eintrag aufzunehmen — „stellen Sie sicher, dass Sie nur einen SPF-Eintrag haben“. Für reinen Proton-Versand:
ihre-domain.atv=spf1 include:_spf.protonmail.ch ~allSchritt 3: DKIM — drei CNAME-Einträge
Proton nutzt drei Selektoren gleichzeitig, damit Schlüssel im Hintergrund rotieren können, ohne dass je eine Mail unsigniert rausgeht. Proton sagt es ausdrücklich: alle drei DKIM-Einträge anlegen. Die Ziele enthalten einen domainspezifischen Code — den Assistenten kopieren, nie abtippen:
protonmail._domainkey.ihre-domain.atprotonmail.domainkey.<ihr-code>.domains.proton.chprotonmail2._domainkey.ihre-domain.atprotonmail2.domainkey.<ihr-code>.domains.proton.chprotonmail3._domainkey.ihre-domain.atprotonmail3.domainkey.<ihr-code>.domains.proton.chSchritt 4: DMARC
Proton empfiehlt für die meisten Domains p=quarantine als Einstieg und später p=reject. Wer noch andere Versanddienste hat oder Berichte erst sehen will, startet nach dem Stufenplan mit p=none und zieht nach — beides ist mit Proton problemlos:
_dmarc.ihre-domain.atv=DMARC1; p=quarantine; rua=mailto:dmarc@ihre-domain.atSchritt 5: Warten und prüfen
Proton nennt je nach bisheriger TTL Minuten bis Stunden, bis die Einträge greifen; einzelne Empfänger halten alte Werte bis zu ein bis drei Tage. Danach die Domain von außen prüfen — Protons Häkchen sehen nur die eigenen Einträge, nicht den doppelten SPF eines Vorgängers oder vergessene Versanddienste — und eine Testmail an ein Gmail-Postfach senden: „Original anzeigen“ muss spf=pass, dkim=pass, dmarc=pass zeigen.
Häufige Fragen
Wie verbinde ich meine eigene Domain mit Proton Mail?
In Proton unter Einstellungen → Alle Einstellungen → Domain-Namen → „Domain hinzufügen“. Der Assistent zeigt nacheinander Verifizierungs-, MX-, SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge, die Sie beim DNS-Anbieter der Domain anlegen; eine eigene Domain setzt einen bezahlten Proton-Plan voraus.
Der Assistent zeigt alles grün — bin ich fertig?
Fast. Protons Häkchen prüfen die eigenen Einträge. Was der Assistent nicht sieht: doppelte SPF-Einträge von einem früheren Anbieter oder vergessene Versanddienste (Newsletter, Shop), die zusätzlich ins SPF und mit eigenem DKIM gehören. Eine unabhängige Prüfung deckt das mit ab.
Warum drei DKIM-Selektoren statt einem?
Für die automatische Schlüsselrotation: Proton kann einen neuen Schlüssel auf dem nächsten Selektor scharf schalten, während der alte noch gültig ist. Für Sie heißt das: einmal drei CNAMEs setzen, nie wieder anfassen.
Soll ich gleich p=quarantine setzen, wie Proton vorschlägt?
Wenn Proton Ihr einziger Versandweg ist und SPF plus DKIM grün sind: ja, das ist sicher. Senden noch andere Dienste mit Ihrer Domain, erst mit p=none und Berichten prüfen, ob alle bestehen — sonst landet deren Post im Spam.